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MEISTERREGISSEURE UND IHRE KOMPONISTEN: STEVEN SPIELBERG & JOHN WILLIAMS

John Williams und Steven Spielberg verbindet seit fast 40 Jahren eine künstlerische höchst erfolgreiche Zusammenarbeit. Anfang der 1970er-Jahre lernten sich die beiden Wunderkinder Hollywoods kennen. Zu dieser Zeit war John Williams als handwerklich gut ausgebildeter Komponist für TV-Serien, Filmkomödien und Literaturverfilmungen in Erscheinung getreten. Schon DER WEISSE HAI (1975), seine zweite Zusammenarbeit mit dem noch nicht einmal dreißig Jahre alten Steven Spielberg, zeigt, wie eindrucksvoll sich die bedrohlichen und unaufhörlichen Klänge der Violoncelli und der Kontrabässe mit den Filmbildern verbinden und sich im kollektiven Bewusstsein verankern. Zwei Töne genügen, um auch ohne die entsprechenden Filmbilder Angst und Schrecken hervorzurufen.

Vorbildlich ist die Idee von John Williams zu nennen, seine Kompositionen für die Filme von Steven Spielberg und anderen Regisseuren als eigenständige Konzertwerke zu präsentieren und deren musikalischen Gehalt und deren handwerkliche Qualität zu beweisen. Seit einiger Zeit gibt er diese Konzertfassungen der wichtigsten und bekanntesten Themen in der eigenen „John Williams Signature Edition“ heraus.

Bei der Gestaltung des Konzertprogramms haben wir Wert darauf gelegt, dass die einzelnen Stücke in einem inhaltlichen Zusammenhang miteinander stehen. So stellen wir beispielsweise UNHEIMLICHE BEGEGNUNG DER DRITTEN ART (1977) und KRIEG DER WELTEN (2005) nebeneinander – zwei Filme von Steven Spielberg, die die Begegnung der Menschen mit Außerirdischen thematisieren. Ist UNHEIMLICHE BEGEGNUNG DER DRITTEN ART eine filmische Vision der friedlichen Koexistenz von Menschen und Außerirdischen – Spielberg wird diesen Gedanken in E.T. DER AUSSERIRDISCHE wieder aufgreifen –, stellt KRIEG DER WELTEN eine düstere Zukunft dar.

Manchmal werden die Orchesterstücke mit Filmsequenzen verbunden, bspw. die Verfolgungsjagd über einen amerikanischen Universitätscampus (INDIANA JONES UND DAS KÖNIGREICH DES KRISTALLSCHÄDELS, 2008). Bei manchen Konzertfassungen von John Williams haben wir die eindrucksvollsten Filmszenen zusammengefasst. Andere Musiktitel erfahren ihre inhaltliche Erweiterung durch Szenenfotos, die nach dramaturgischen Gesichtspunkten ausgewählt wurden und während des Konzertes im musikalischen Kontext eingeblendet werden. Und wieder andere Kompositionen sollen „pur“ erklingen. Unsere langjährigen Erfahrungen mit Filmmusikkonzerten bestärkt unser Vertrauen in die Qualität dieser ausgewählten Stücke, bspw. SCHINDLERS LISTE (1993). Bei diesen Konzertwerken sollen die Komponisten alleine im Vordergrund stehen. Gleichzeitig verweisen wir auf den historisch gewachsenen Klang der Filmmusik und des Hollywood-Sounds, der u.a. von dem Konzert- und Musiktheaterkomponisten Erich Wolfgang Korngold entscheidend gestaltet und geprägt worden ist. Filmmusik kommt aus dem Konzertsaal und kehrt wieder in den Konzertsaal zurück.

An dem Konzertabend verwandeln wir den Konzertsaal in ein Lichtspielhaus – nicht in einen Kinosaal oder in ein Filmtheater, in dem das Publikum im Dunkeln sitzt und das Geschehen auf der Leinwand verfolgt. In ein Lichtspielhaus, in dem wir musikalisch und visuell mit Licht und Schatten spielen; in dem wir in Steven Spielbergs Welten eintauchen; in dem sich die Filmbilder von der Leinwand lösen und Bilder, Gefühle und Personen größer werden als die Leinwand, auf die sie projiziert werden.

Das Spiel von Licht und Schatten, von Orchesterklang und musikalischer Farbe greifen wir auch in der Lichtkonzeption auf. Die unterschiedlichen Lichtstimmungen stehen in einer engen Beziehung mit den Farben, die von der Leinwand und aus dem Orchester in die Philharmonie hinein wirken. Orchestermusik, Filmbild und Licht sind eine Einheit. Sie ergänzen sich und bedingen einander.

Programm

Themen aus JURASSIC PARK

Zwei Stücke aus DER WEISSE HAI

     1. Das Hai-Thema

     2. „Out to Sea & The Shark Cage Fugue“

„Dartmoor, 1912“ aus GEFÄHRTEN

Zwei Stücke aus SCHINDLERS LISTE

     1. „Jewish Town“

     2. Thema aus SCHINDLERS LISTE

Musik aus den Indiana-Jones-Filmen

     1. „Swashbuckler! (The Adventures of Mutt)“

     2. „The Crystal Spell“

     3. „A Whirl through Academe“

     4. The Raiders March

- - - Konzertpause - - -

„The Flight to Neverland“ aus HOOK

Suite aus KRIEG DER WELTEN

Auszüge aus UNHEIMLICHE BEGEGNUNG DER DRITTEN ART

„Viktor‘s Tale“ aus TERMINAL

„Adventures on Earth“ aus E.T. DER AUSSERIRDISCHE

- - - Konzertende - - -

„A Prayer for Peace“ aus MÜNCHEN

Marsch aus 1941 - WO, BITTE, GEHT‘S NACH HOLLYWOOD?

Hauptthema aus KRIEG DER STERNE

 

 

Länge:
95min.
Ensemble:
großes Orchester (ab 46 Musiker)
Besetzung:
1+2/alto/pic.2+1/ca.2+1/ ebcl/bcl.1+2/cbsn - 4.4.4.1 - timp.5perc - pno/cel - hp - str

Pressestimmen

Rezensionen zum Filmmusik-Konzert in der Alten Oper Frankfurt am 16. Dezember 2011

 

 Frankfurter Allgemeine Zeitung

Frankfurter Rundschau

         

 

Frankfurter Neue Presse   Darmstädter Echo 

Rezension zum Filmmusik-Konzert in Derry-Londonderry am 18. März 2013:

Belfast Telegraph, 21.3.2013

Setlist

Die Produktion benötigt:

- digitale Filmprojektion

- Leinwand

- 2 Videomonitore (für Dirigent + Projektion)

- Notenpultleuchten

- Stage Management

- 1 Projektmanager

- 2 Projektionstechniker

- 1 Vorführer Bildebene

- 1 Lichtdesigner

- Lichtplan

Die gesamte Produktion (d.h. Notenmaterial, Filmausschnitte, Bilder und Presse-Material) ist über die EUROPÄISCHE FILMPHILHARMONIE erhältlich.

Eine Auftragsproduktion der Kölner Philharmonie.

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