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Im Kampf mit dem Berge
(Alternativtitel: In Sturm und Eis. Eine Alpensymphonie in Bildern)
Deutschland
1921
Drama

Im Jahr 1920 drehte der Filmpionier Dr. Arnold Fanck (DIE WEISSE HÖLLE VOM PIZ PALÜ) am Fuße des Theodulgletschers die ersten Bilder von der faszinierenden Bergwelt rund ums Matterhorn im Kanton Wallis. Fanck kreierte faszinierende, in ihrer Zeit gänzlich neuartige Bildwelten, die er unter extremen Bedingungen ausschließlich im Freien mit einigen der besten Kameraleute drehte. In enger Zusammenarbeit mit Fanck schuf Paul Hindemith für diesen Film eine der ersten Originalkompositionen der deutschen Stummfilmkunst.

"Im Dokumentargenre erreichten diese Filme Unvergleichliches", meinte Siegfried Kracauer. "Jeder, der sie gesehen hat, wird sich an das glitzernde Weiß der Gletscher gegen einen dunklen kontrastierenden Himmel erinnern, an das großartige Spiel der Wolken, die sich als Berge über den Bergen auftürmen, an die Eiszapfen, die von den Dächern und Fenstersimsen irgendeiner kleinen Hütte herabhängen und an die merkwürdigen Eisgebilde, die in den Gletscherspalten durch die Fackeln eines nächtlichen Rettungstrupps zu funkelndem Leben erweckt wurden."

Diese Bilder, die nach all den Jahren nichts von ihrer Suggestivkraft verloren haben, inspirierten einen der bedeutendsten deutschen Komponisten des 20. Jahrhunderts, Paul Hindemith, zu einer regelrechten 'Alpensymphonie'. Ihr Farbenreichtum untermalt nicht nur, sie setzt dramaturgische Akzente, die dem dokumentarisch gehaltenen Film zu besonderen Spannungsmomenten verhelfen. Die Wirkung ist unvergleichlich, wuchtig und packend und kommt ohne das aufgesetzte Pathos aus, das spätere Bergfilme in Handlung und Begleitmusik oft aufweisen.

Anlässlich einer geplanten Neu-Einspielung der Filmmusik durch Frank Strobel und das hr-Sinfonieorchester wurde noch einmal nach Material in den internationalen Filmarchiven recherchiert. Die nun bekannt gewordene Kopie vom Filmarchiv Austria stellt dank ihrer kompletten Zwischentitel und der Palette historischer Einfärbungen einen großen Fortschritt gegenüber älteren Fassungen dar und nähert sich bis auf wenige Minuten der Originallänge an.

Die Musikeinspielung ist eine Koproduktion von ZDF/ARTE; Hessischer Rundfunk und der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung als Inhaberin der Filmrechte.

Kompositionen:

Paul Hindemith

1921 neu eingerichtet von Frank Strobel
  kleines Orchester (16 - 45 Musiker)    
 
Besetzung
1/pic.1.1.0 − 0.1.1.0 − timp.perc.harmonium.pno − strings
     
 
Dauer in min.
68
sync fps
18

Paul Hindemith

1921
  Ensemble (1 - 15 Musiker)    
 
Besetzung
violin, piano
     
 
Dauer in min.
54
sync fps
16
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