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Schuhpalast Pinkus
(Schuhpalast Pinkus)
Deutschland
1916
Komödie

Eine äußerst vergnügliche Komödie von Ernst Lubitsch, die bei schönem Juni-Wetter beschwingt und fröhlich noch recht früh in den Abend entlässt, bei schlechtem Juni-Wetter die getrübten Gemüter wieder so richtig aufheitert: Sally Pinkus ist ein fauler Schüler, der lieber den Mädchen nachschaut als seine Hausaufgaben zu machen. Er fliegt von der Schule und wird Verkäufer in einem Schuhgeschäft. Doch dem Inhaber gefällt die Beziehung, die Sally sofort zu dessen Tochter knüpft, nicht. Also muss sich Sally einen neuen Job suchen. Lubitschs populäre Komödie wurde oft mit den frühen Marx-Brother-Filmen verglichen. Seine Art, den frivolen Witz so geschickt anzubringen, daß er das Publikum angenehm schockierte und nie beleidigte wurde als der 'Lubitsch Touch' bekannt und übte großen Einfluss auf die Entwicklung der amerikanischen Komödie aus. Schuhpalast Pinkus zählt dabei zu den Höhepunkten im frühen Schaffen Lubitschs.

Bereits in der Schule zeichnete sich Sally Pinkus weniger durch Fleiß aus, als vielmehr durch seine Angewohnheit, jedem weiblichen Wesen nachzustellen. Ein echter Casanova ist er, schon von Jugend an, mit dem Ergebnis, das er nicht versetzt wird und die Schule verlassen muss. Mit ein wenig Glück bekommt der galante Sally eine Stelle als Schuhverkäufer - die er leider bald wieder los ist, da er die Finger einfach nicht von der Tochter des Chefs lassen kann. In dem großen Schuhhaus Meyersohn findet er alsbald einen neuen Job, wo ihm seine Schwäche für das weibliche Geschlecht beinahe wieder zum Verhängnis wird. So richtig turbulent wird es aber erst, als Sally der Tänzerin Melitta durch einen irrwitzigen Einfall so sehr imponiert, dass sie ihm 30.000 Mark leiht, damit er sein eigenes Schuhgeschäft eröffnen kann. Jetzt kann Sally endlich zeigen, was er draufhat. Sein Laden wird ein Riesenerfolg, und schon bald kann er Melitta das Darlehen zurückzahlen. Aber wenn er es recht bedenkt: warum das Geld zurückzahlen? Warum das hübsche Mädel nicht gleich heiraten? Sally findet das die beste Idee seines Lebens, und Melitta - tja, die stimmt ihm freudig zu...

Kompositionen:

Pierre Oser, Raimund Ritz, Jan Kunkel

0
  Ensemble (1 - 15 Musiker)    
 
Besetzung
Klarinette, Klavier, Cello
     
 
Dauer in min.
62
sync fps
18
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