zurück Print Version
J'accuse - Ich klage an
(J'accuse)
F
1919
Drama

J’ACCUSE von Abel Gance ist ein Klassiker des pazifistischen Films. Der zweiteilige Film ent- stand noch 1918 auf den Schlachtfeldern von St. Mihiel bei Verdun und führt in eindrucksvollen Bildern die Agonie des Krieges vor Augen. Diese Authentizität und insbesondere der „Marsch der Toten“, wofür Abel Gance Soldaten einsetzte, die in Verdun gekämpft hatten und die nach den Dreharbeiten wieder an die Front mussten, begründeten den internationalen Erfolg des Films. Dank einer aufwändigen Restaurierung des niederländischen EYE Film Institute und von Lobster Film, Paris, liegt der Film nun in einer fast vollständigen Fassung vor. Dafür schrieb der französische Komponist Philippe Schoeller eine Film-Sinfonie für großes Orchester und virtuellen Chor, die am 8. November 2014 ihre Premiere in Paris hat.

Ein kleines Dorf im Süden Frankreichs kurz vor dem Ersten Weltkrieg. Édith Lazare steht zwischen zwei Männern: Den Schriftsteller Jean Diaz liebt sie, doch mit dem eifersüchtigen und gewalttätigen François Laurin ist sie auf Drängen ihres Vaters verheiratet. Nach Kriegsbeginn begegnen sich die Rivalen an der Front wieder, Jean als Offizier, François als einfacher Soldat. Die Wirren des Krieges lassen sie alsbald die persönliche Feindschaft vergessen, und sie wer- den zu engen Freunden.

Vier Jahre später: François kehrt aus dem Krieg zurück und trifft auf Angèle, Édiths mittlerweile dreijährige Tochter. Ist sie die Folge einer Vergewaltigung durch deutsche Soldaten oder etwa ein Kind der Liebe zu Jean? Doch der Schriftsteller beteuert seine Unschuld und fordert François auf, mit ihm an die Front zurückzukehren und die Schmach zu rächen.

Kompositionen:

Philippe Schoeller (Neukomposition)

2014
  großes Orchester    
 
Besetzung
1+1/picc+alto.2+ca.1+picc(Eb) +1(A)+bcl.2+cbsn - 4.3.3.1 - tmp.5perc - 2hp - pno/cel - str - live electronics
     
 
Dauer in min.
166
zurück