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Kategorie: Termine

NOSFERATU in St. Ingbert

27.Oktober.2017

Industriekath. Alte Schmelz, St. Ingbert, 20 Uhr

Es spielt das Saarländische Staatsorchester unter der musikalischen Leitung von Stefanos Tsialis.

NOSFERATU wurde im Laufe der Filmgeschichte zwar häufig zitiert und oft kopiert, gilt jedoch immer noch als der Klassiker des Gruselfilms schlechthin. Nach Motiven des Romans DRACULA von Bram Stoker verfasst Henrik Galeen das Drehbuch für Friedrich Wilhelm Murnaus düsteres Filmschauspiel über einen grauenhaften Vampir, der in Gestalt des Grafen Orlok in eine Kleinstadtidylle eindringt. Der Unheimliche verbreitet Pest und Tod, bis sich eine junge Frau opfert und ihn den Sonnenaufgang vergessen lässt. 

Murnau inszeniert im Stil des deutschen expressionistischen Films das Mystische, das Grauen auf sublime Weise. Der Film begleitet den Protagonisten mit zitternden Lichtreflexen, lässt ihn in Zeitlupe agieren, vergrößert seinen Schatten, spielt mit der Angst. 

James Bernard vertonte unzählige englische Horror- und Gruselfilme der 1950er- und 1960er- Jahre und wurde berühmt für den „Hammer-Horror-Sound“. Er interpretiert Murnaus Meisterwerk als klassischen Horrorfilm, getreu dem Untertitel „Symphonie des Grauens“. 

Die lateinischen Texte für den Chor sind jenen Passagen aus Ovids „Metamorphosen“ entnommen, die von Seuchen, Krankheiten, Katastrophen und dem Tod berichten. Der Chorpart zeigt zwar eine gewisse Verwandtschaft mit der Gregorianik, wird jedoch durch zeitgenössische Harmonik, Clusterbildungen und treibende Rhythmen zu einem düsteren Klangbild verdichtet und trägt dadurch vielleicht zu einer ungewohnten Rezeption und Interpretation dieses über neunzig Jahre alten Stummfilmklassikers bei.

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